Das Bundesverkehrsministerium hat das Geld zum Weiterbau der B 31 bei Friedrichshafen, der B 29 im Ostalbkreis und der B 464 Ortsumfahrung Holzgerlingen freigegeben. Geld für beantragte Straßen in Baden gibt es vorerst nicht.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hatte bei einer Informationsveranstaltung vergangene Woche die regionalen Bundestagsabgeordneten aufgefordert, sich für Straßenprojekte in Südbaden in Berlin starkzumachen. Doch zu einem gemeinsamen Schreiben kam es wegen Meinungsverschiedenheiten nicht. Peter Weiß (CDU) sieht die Verantwortung für den Projektstau im Land bei Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Kertin Andreae (Grüne) im Bundesverkehrsministerium. Der Freiburger CDU-Bundestagsabgeordnete Matern von Marschall hat darafhin in einem eigenen Brief das Bundes- und das Landesverkehrsministerium mit der Bitte angeschrieben, wenigstens eines der baureifen Projekte in Südbaden freizugeben. Mit unterzeichnet haben Peter Weiß und der Weiler Abgeordnete Armin Schuster (CDU). Der Grünen Landtagsabgeordnete Alexander Schoch zeigte sich nach der Entscheidung in Berlin empört, dass jetzt mit der Ortsumfahrung Mögglingen ein Projekt aus der Prioritätengruppe drei zum Zuge kommt, aber die höher eingestufte Ortsumfahrung Winden nach hinten rutscht.  Zwei der drei genehmigten Straßen gehören allerdings in die oberste Kategorie des Landes: Der Bund legt eigene, vom Land abweichende Kriterien an Bauvorhaben an.