BI Pro Umfahrung Winden bleibt trotz erreichtem Ziel zusammen und begleitet weiter den Bau.

BZ-Bericht von Helmut Häringer: Genau ein Jahr nach dem Spatenstich zur Umgehung des Ortsteils Niederwinden veranstaltete die Bürgerinitiative (BI) Pro Umfahrung Winden ihre Jahreshauptversammlung in der Sonne in Oberwinden. Obwohl die Ziele der Bürgerinitiative schon erreicht sind, waren viele Mitglieder gekommen, vor allem um das Neueste von der Baustelle zu erfahren.

Die Vorsitzende der BI, Maritta Schmieder, konnte neben Bürgermeister Klaus Hämmerle den Referatsleiter im Regierungspräsidium Gerald Schmidt, Bauleiter Daniel Haberstroh und Straßenplaner Björn Michler begrüßen. Nach dem Beschluss im letzten Jahr, die BI nicht aufzulösen, sondern die Baumaßnahmen bis zum Abschluss zu begleiten, hatte Schriftführer Alfred Gehring weniger zu berichten als in den Vorjahren. Das freudigste Ereignis sei natürlich der Spatenstich mit Minister Alexander Dobrindt gewesen, aber auch eine Baustellenführung für die Kinder im Ferienprogramm war sehr interessant. Besuch gab es auch vom Fernsehen für die Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg". Bei einem Grillfest mit den am Bau der Umgehung beteiligten Mitarbeitern des Regierungspräsidiums wurde das gute Verhältnis vertieft. Referatsleiter Gerald Schmidt lobte die angenehme Atmosphäre der Zusammenarbeit mit Bürgern, Gemeinde und der Bürgerinitiative, das sei nicht überall so.

Der Bericht von Kassierer Stephan Brachmann war erfreulich. Auch nach der Beitragssenkung auf die Hälfte hat er noch genug Geld in der Kasse für die weitere Arbeit. Die BI hat immer noch 94 Mitglieder, trotz Baubeginn sind alle dabei geblieben. Gespannt warteten die Anwesenden auf den Bericht von Bauleiter Daniel Haberstroh. Nach dem Spatenstich sei es etwas ruhiger auf der Baustelle gewesen, aber in dieser Zeit liefen neben vorbereitenden Baumaßnahmen die europaweiten Ausschreibungen. Jeweils 100 Tage seinen notwendig zwischen Start der Ausschreibung und der Zuteilung. Inzwischen seien die Arbeiten an den beiden Bahnbrücken wie geplant verlaufen, auch bei der Rammersbrücke läuft alles wie vorgesehen. Haberstroh konnte auch mit einigen beeindruckenden Zahlen aufwarten: 320 Kubikmeter Beton seien für die beiden Widerlager der neuen Rammersbrücke notwendig, für die Brückenplatte selbst werden weitere 800 Kubikmeter gebraucht. Insgesamt wurden für die Baumaßnahmen der Ortsumgehung Niederwinden schon 3,5 Millionen Euro ausgegeben.
                                     Dipl.-Ing. (FH) Daniel Haberstroh, Bauleiter B 294 Winden im Elztal

Die beide Bahnbrücken in Niederwinden werden im kommenden Jahr neben der Bahnlinie gebaut. Wenn alles weiter so gut klappt, können sie in den Herbstferien 2017 in die Bahnlinie eingeschoben werden. Nach der Fertigstellung dieser Bahnbrücken erfolgt dann der eigentliche Straßenbau bis Ende 2018. Anfang 2019 soll dann die Umgehung Niederwinden für den Verkehr freigegeben werden.

Mit den Ergebnissen der Probebohrungen für den Tunnel in Oberwinden sei man zufrieden, derzeit laufen die detaillierten Tunnelplanungen. Aktuell ist vorgesehen, im dritten Quartal 2019 mit den Tunnelbauarbeiten in Oberwinden zu beginnen. Bis dahin müssen aber noch viele Ausschreibungen gemacht und Rechnungen bezahlt werden. Nach heutigem Stand wird die Ortsumfahrung Oberwinden im Jahr 2023 fertig sein. Dann soll es ein großes Fest für die ganze Gemeinde geben. "Wenn’s Geld der Bürgerinitiative dafür nicht reicht, dann zahlt die Gemeinde den Rest", versprach Bürgermeister Klaus Hämmerle. Die BI bedankte sich schon vorab mit kleinen trinkbaren Geschenken bei den Mitarbeitern des Regierungspräsidiums für die ausführlichen Erläuterungen. Mehr Informationen zum Bau der Ortsumgehung gibt es für alle Bürger bei der Einwohnerversammlung am Montag, 28. November, 19 Uhr in der Halle in Oberwinden.