Auszug aus der BZ vom 22.5.18:

...Beim weiteren Punkt ging es um voraussichtlich etwa 300 000 Euro, die auf den Gemeindeetat mittelfristig zukommen werden. Diese resultieren aus der Kostenaufteilung zwischen Bund und Gemeinde für das neue Kanal- und Versorgungsnetz, das im Zuge der Ortsumfahrung B 294 im Bereich Oberwinden-West verlegt werden muss. Der Rat akzeptierte einstimmig die vom Regierungspräsidium vorgelegte "Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Gemeinde Winden über den Neubau von Straßenentwässerungs-, Schmutz- und Trinkwasserleitungen ...", in der fünf Bauabschnitte unterschieden werden. Im Anschlussohr West, in der unteren Hauptstraße und im Bereich Neudorf- und Spitzenbacherstraße trägt der Bund die Kosten allein, da der Leitungsbau hier in einer neuen Gemeindestraße erfolgt oder durch Zerschneidung des alten Netzes verursacht wird. In den Abschnitten Tunnelportal bis Verkehrsinsel und weiter zum Bauanfang werden die Kosten zu je 50 Prozent geteilt, da es hier jeweils um die Änderung an bestehenden Straßen geht. Die Gemeinde verpflichtet sich weiter, die Straßenwasser künftig unwiderruflich und unentgeltlich über die eigene Kanalisation schadlos abzuführen. Nach Fertigstellung erhält sie die in ihrem Eigentum oder ihrer Baulast stehenden Straßenteile. Dadurch gehen aber auch die Entwässerungshauptleitungen sowie die Schmutz- und Trinkwasserleitungen in die Baulast der Gemeinde über.

Die gesamte Ausführung dieser Gemeinschaftsmaßnahme von Planung bis Abnahme verbleibt beim Bund. Ihm obliegt auch die Abrechnung, bei der die Gemeinde entsprechend dem Baufortschritt schon Abschlagszahlungen zu leisten haben wird. Auch eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von fünf Prozent des gemeindlichen Kostenanteils ist darin enthalten. Wie Bürgermeister Hämmerle mitteilte, werden die Gesamtkosten für die Abwasserleitungen derzeit auf rund eine Million Euro und für das Wasser auf weitere 200 000 Euro geschätzt.