Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner,

die bevorstehende Weihnachtszeit möchte ich zum Anlass nehmen, um mit Ihnen gemeinsam auf ein vielseitiges aber auch sehr arbeitsreiches Jahr 2019 zurück zu blicken. Die Veränderungen in unserer Gemeinde sind nach außen hin sichtbar. Diese Neugestaltung ist sehr positiv, erfordert aber auch Entbehrung und Geduld.

Die Bauarbeiten für die Ortsumfahrung B294 Winden im Elztal sind in beiden Ortsteilen in vollem Gange. Die Brückenbauwerke sowie die beiden Abfahrten in Niederwinden mit Erweiterung der Straßenbeleuchtungen sind größtenteils fertiggestellt. Neben den Erschließungs- und Straßenbauarbeiten sind noch ein Regenklärbecken und zwei kleinere Brücken über den Siegelbach herzustellen. Wir hoffen, dass die Umfahrung des Ortsteils Niederwinden bis im Spätsommer 2020 für den Verkehr freigegeben werden kann.


In Oberwinden wurde die Verkehrsführung durch das Gewerbegebiet „Frohnacker“ hergestellt, die Ver- und Entsorgungsleitungen im Bereich des Tunnelportals Oberwinden-West und im Gewerbegebiet um- und teilweise neu verlegt. Das ehemalige Gasthaus Waldhorn wurde inzwischen zurückgebaut, um dem späteren Tunnelbetriebsgebäude Platz zu machen, während in diesem Bereich die Arbeiten für das Trogbauwerk begonnen haben. Nach den anspruchsvollen Hang- und Felssicherungsarbeiten am Tunnelportal-Ost und für die beiden Rettungsstollen konnten, nun auch die bergmännischen Tunnelbauarbeiten für den „Marita-Tunnel“ (Brandbergtunnel) beginnen. In einem feierlichen Akt durften wir Ende September gemeinsam mit den beteiligten Baufirmen, vielen Verantwortlichen und mit Ihnen, liebe Einwohnerinnen und Einwohner, den Tunnelanschlag am Tunnelportal-Ost vollziehen. Der Tunnelvortrieb im Brandberg hat schon heute eine Tiefe von über 60 Meter erreicht, voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres sollte der Tunneldurchschlag mit der Kalotte geschafft sein.

Auch wenn das Ortsbild im Moment geprägt ist von Baustelleneinrichtungsflächen, Baumaschinen, Baumaterial und vielen Containern und die täglichen mehrfachen Sprengungen mit notwendiger Ampelregelung viel Nachsicht und Verständnis erfordern, so ist das Ziel einer Verkehrsberuhigung und Weiterentwicklung unserer Gemeinde in Sicht. Die Neugestaltung des Rathausvorplatzes in Oberwinden ist bereits ein kleiner Meilenstein, die Planungen für die Gestaltung der Ortsmitte Niederwinden schreiten voran.

Die kommenden Jahre bringen große und kostenintensive Projekte für unsere Gemeinde mit sich, deren Umsetzung von uns allen ein konstruktives, umsichtiges und verantwortungsvolles Miteinander erfordert. Dazu zählen vor allem der Ausbau der Kinderbetreuung und die Schaffung von weiteren Kindergartenplätzen durch den Aus- und Umbau des ehemaligen Rathauses und des Kindergartens „St. Martin“ in Niederwinden sowie die Planung eines neuen Gemeindewohnhauses. Die Aufstellung des Bebauungsplans „Am Reschenberg II“ im Ortsteil Oberwinden wurde bereits beschlossen. Die Planung für die Sanierung des Reschhofwegs ist abgeschlossen und die Umsetzung im kommenden Jahr vorgesehen. Als erste Maßnahme im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens „Zusammenlegung Winden“ sollen die Brücke und die Straße auf den Dobelberg saniert und dort mehrere Waldwege gebaut werden.
Wir haben uns außerdem zur Aufgabe gemacht, Teile der Straßenbeleuchtung auf moderne, energiesparende und effiziente LED-Lampen umzurüsten und die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Elz an den ersten drei Sohlbauwerken umzusetzen. Angestrebt wird auch die Gründung einer Nahwärmegenossenschaft für die Planung und Errichtung eines Wärmenetzes in Oberwinden.

Ab März bis voraussichtlich Dezember 2020 werden die Arbeiten für den Ausbau und die Elektrifizierung der Breisgau-S-Bahn von Denzlingen bis Elzach durchgeführt. Während der notwendigen, mehrmonatigen Sperrpause der Elztalbahn wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Damen und Herren des Gemeinderates, der im Mai neu gewählt wurde, aber auch bei dessen ausgeschiedenen Mitgliedern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der technischen Betriebe ganz herzlich für ihre geleistete Arbeit bedanken.

Ein besonderer Dank gilt unserer Freiwilligen Feuerwehr Winden im Elztal, die neben ihrer wertvollen Arbeit eine besondere Bedeutung bei möglichen Rettungseinsätzen im Brandbergtunnel hat und hierfür weiter aufgerüstet und ausgestattet wird.

Welchen wichtigen Stellenwert die Vereinsarbeit in unserer Gemeinde hat, zeigte sich im vergangenen Jahr erneut mit dem erfolgreichen „s‘Dorffescht“ der Festgemeinschaft der Windener Vereine, aber auch durch zahlreiche kulturelle und sportliche Veranstaltungen und nicht zuletzt bei dem beliebten und immer wieder ideenreichen Kinderferienprogramm. Mit dem 50. Fürst-Erich-Feuerwerk am Fasnet-Somschdig und dem 25-jährigen Vereinsjubiläum des Historikvereins Oberwinden konnten wir im vergangenen Jahr auch zwei Jubiläen feiern.

Die Firma BURO Präzisionsdrehteile GmbH und die Firma Eugen ROLD GmbH konnten jeweils auf eine 50-jährige Firmengeschichte zurückblicken, die Familie Tischer mit den Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen eine weitere Qualitätsoffensive in der Geschichte des Elztalhotels feiern.

Bei allen Mitgliedern und Vorstandschaften unserer örtlichen Vereine möchte ich mich für ihr großartiges und vielfältiges gemeinschaftliches Wirken ganz herzlich bedanken. Die Beteiligung der KLJB Oberwinden, der Minis Oberwinden und der Minis Niederwinden an der diesjährigen 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel“ bewies das große Engagement der Jugendlichen. Mit dem „Schatzsucherweg“ am Hörnleberg und den beiden Insektenhotels habt ihr tolles geleistet, vielen Dank.

Für die vielseitige Unterstützung bei der Integration der Schutzsuchenden in unserer Gemeinde gilt den Mitgliedern des Helferkreises „Winden hilft“ mein Dank. Leider gestaltet sich die Wohnungssuche für die in den Wohncontainern am Bahnhof untergebrachten Menschen nach wie vor schwierig, weshalb ich Sie alle um Ihre Solidarität und Unterstützung bitte.
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ möchte ich auch den kirchlichen, caritativen und sozialen Einrichtungen für ihr unverzichtbares Wirken in der Betreuung, Fürsorge und Seelsorge aussprechen.

Trotz der Vielzahl der zu bewältigenden Aufgaben und deren nicht immer einfachen Umsetzung hoffe ich, Sie teilen mit mir die Vorfreude auf das Resultat in unserer lebens- und liebenswerten Gemeinde. Ich danke Ihnen allen ganz herzlich für Ihr Vertrauen und für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr und möchte Sie ermutigen, Ihre Interessen und Anliegen jederzeit vor zu bringen, um gemeinsam gestaltend und lösungsorientiert zu arbeiten.

Ich wünsche Ihnen allen gesegnete, besinnliche Weihnachtsfeiertage und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2020.

Ihr Klaus Hämmerle, Bürgermeister