Beginn: Juli 2018 bis Augsut 2019

Die Ortskanalisation sowie die Trinkwasserversorgung werden neu verlegt. Ebenso werden in diesem ersten Bauabschnitt die Leitungen für die zukünftige Tunnelentwässerung mitverlegt.

Die Versorgungsleitungen Strom/Telekom müssen umgelegt bzw. neu verlegt wreden. Gleichzeitig wrid das Anschlussohr West fast komplett hergestellt.

Die Arbeiten unterteilen sich im Wesentlichen in vier größere Bauabschnitte mit jeweils ein, zwei oder drei Baustellen-Teilabschnitten. Den vorgesehenen groben zeitlichen Bauabschnitt entnehmen Sie bitte aus der Übersicht oben.

 

 

Bericht in der Badischen Zeitung vom 29.8.2018 von Nikolaus Bayer: https://www.badische-zeitung.de/winden/2500-tonnen-wurden-ueber-16-meter-bewegt

Für den Bau der Ortsumfahrung Winden wurde in den beiden vergangenen Tagen eine wichtige Etappe zurückgelegt. Die beiden Bahnüberführungen in Niederwinden, die Brücken 1 und 4, wurden installiert und werden ab Samstag wieder einen dauerhaften Zugverkehr ins obere Elztal ermöglichen. Zugleich wurde mit dieser Fertigstellung die Voraussetzung geschaffen, dass der Straßenbau, der unter diesen Brücken durchführt, eingeleitet werden kann.

In der Nacht von Sonntag auf Montag war die Baustelle unterhalb vom Rüttlersberg (Bauwerk 4) hell beleuchtet. Die in den vergangenen Monaten neben der Bahnlinie gebaute Brücke wurde in den Streckenverlauf eingeschoben und an die vorbereiteten Brückenköpfe gesetzt. Das bestehende Provisorium und der Schienenstrang waren vorher entfernt worden, weshalb der Zugverkehr für eine Woche unterbrochen werden musste.

 

Der Einschub wurde von einem Arbeitstrupp der Deutsche Bahn Engineering & Consulting Gesellschaft durchgeführt. Die 75 Meter lange, 2500 Tonnen schwere Brücke musste über 16 Meter auf ihre endgültige Position gebracht werden. Als Verfahren wurde dafür eine Hydraulik-Schlittentechnik gewählt, für die auch bauliche Vorarbeiten nötig waren. Unter der Brücke waren im Abstand von etwa 15 Metern vier Verschubfundamente betoniert und darauf je ein Stahlträger montiert worden. Die Brücke selbst stand auf teflonbeschichteten, extrem gleitfähigen Schlitten. Vier Hydraulikpressen, jeweils auf einem der Träger verankert, schoben sie auf den Schlitten voran.

 

Die erforderliche Schubkraft betrug insgesamt nur vier Prozent des Brückengewichts, also rund 96 Tonnen. Das genügte, um den Betonkoloss nahezu geräuschlos, sanft und kontinuierlich in Bewegung zu setzen. In Vortriebsschritten von jeweils 60 Zentimetern, bedingt durch die Länge der Schubzylinder, ging es voran. In rund vier Stunden, gegen zwei Uhr nachts, war der Brückenkörper eingeschoben, die Arbeit aber noch nicht erledigt. Der Einschub erfolgte etwa 30 Zentimeter über der Höhe der Widerlager. Die Brücke wurde zunächst auf mehreren Hubpressen an den Brückenköpfen abgelegt. Zur endgültigen Ausrichtung wurde sie von diesen nochmals angehoben – die höchste Beanspruchung – und dann langsam auf die vier kleinen, quadratischen Endlager abgesenkt. Dem Beobachter erschien der Ablauf als technische Meisterleistung, für die Monteure an den Pressen und ihren gemeinsamen Anweiser war alles nur Alltag. "Wir haben größere Brücken schon über 40 Meter geschoben", erzählte einer. "Es ist eine technisch anspruchsvolle Routinearbeit", fügte Bernd Furtwängler, der verantwortliche Leiter, hinzu.

 

Der gleiche Vorgang wiederholte sich in der Nacht von Montag auf Dienstag bei der Bahnüberführung unterhalb des Dürrenbergs, dem Bauwerk 1. Der gesamte Einbau mit allen Verankerungen sowie den Übergangskonstruktionen dauerte jeweils rund 20 Stunden. Die beiden Brücken werden als Stützen nur zwei Mittelpfeiler behalten. Das bedeutet, dass jetzt – unter anderem – die meterdicken Verschubfundamente wieder komplett "weggespitzt" werden müssen.

 

Daniel Haberstroh, Bauleiter für die Ortsumfahrung, teilte mit, dass mit Fertigstellung beider Bahnbrücken nun auch die Ausschreibung für den Straßenbau möglich ist. Sie wird Ende September erfolgen. Längere Einbauzeiten sowie die Nachplanung des Ersatzweges für die Rüttlersbergbrücke hätten letztlich rund ein dreiviertel Jahr Verzug gebracht (die BZ berichtete). Für die Gemeinde habe man jedoch eine "gute Lösung" gefunden. Der Straßenbau in Niederwinden wird – je nach Winterwetter – dadurch wohl erst 2019 beginnen. Das, so Haberstroh, ändere aber nichts am Zeitplan für den Tunnelanschlag in Oberwinden. Auch dafür werde im Oktober die Ausschreibung veröffentlicht. Eine gewisse Zeit müsse danach aber mit parallel laufenden Bauarbeiten gerechnet werden.

 

Aktuell werden in Oberwinden schon zwei Aufträge ausgeführt. Gebaut werden das erste Teilstück des Anschlussohrs Oberwinden West und – zur Umfahrung der künftigen Baustelle – die daran anschließende – provisorische Verlängerung bis zur Einmündung unterhalb des Gewerbegebiets Frohnacker. Als zweite Maßnahme wird in diesem Zuge auch das Baufeld leitungsfrei gemacht. Das Leitungsnetz am Ortskern sowie für das Neudorf wird verändert und teilweise in neuen Trassen entlang der B 294 geführt. Bis Ende August 2019 zum geplanten Beginn des Straßenbaus muss alles abgeschlossen sein. Mit bis zu drei Arbeitskolonnen sucht man derzeit den engen Zeitrahmen einzuhalten. Im Bereich Oberwinden Ost gehen in den nächsten Wochen der Hangabtrag und die Felssicherung weiter. Die später einmal zwölf Meter hohe Felswand über dem Tunnelportal muss auf einer Länge von 250 Meter mit etwa 5500 Felsnägeln und Fangzäunen überzogen werden. Gleiches muss über den Eingängen zu den zwei Rettungsstollen (die BZ berichtete) geschehen – schon für die Sicherheit der Baustellen. Ein paralleler Rettungsstollen wäre erst ab 900 Meter Tunnellänge vorgeschrieben gewesen. Der Brandbergtunnel wird mit rund 760 Meter aber kürzer sein.

Die Fundamente für die beiden Eisenbahnüberführungen "Dürrenbergweg" und "Am Rüttlersberg" im Ortsteil Niederwinden werden am Sonntag, 26. August 2018 von ca. 01:00 Uhr bis 22:00 Uhr betoniert.
In diesem Zeitraum ist im Bereich der Baustelleneinfahrten und -ausfahrten mit Behinderungen durch ausfahrende Betonwagen zu rechnen. Zudem wird die Nachtruhe durch erhöhten Lärmpegel beeinträchtigt. Wir bitten alle Anwohner um Verständnis.

Vorraussichtlich ab Montag, 27. August 2018 werden die beiden Bahnbrücken im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung B 294 Winden im Elztal im Ortsteil Niederwinden eingeschoben und eingebaut. Aus diesem Grund fährt die Elztalbahn auf der Strecke Elzach - Waldkirch - Denzlingen - Freiburg (Breisgau) Hbf und Freiburg (Breisgau) Hbf - Denzlingen - Waldkirch - Elzach nur ab/bis Waldkirch (Bahnhof).
Von Samstag, 25. August 2018 bis Freitag, 31. August 2018 wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Die SEV-Busse verkehren zwischen Elzach Bahnhof und Waldkirch (Bahnhof) und halten an den Bushaltestellen Oberwinden Adler und Niederwinden Schule. Der Ersatzfahrplan ist auf der Homepage der SWEG (www.sweg.de) unter "Fahrgäste / Aktuelle Fahrplanänderungen" eingestellt.

Bericht in der Badischen Zeitung http://www.badische-zeitung.de/winden/an-drei-stellen-gebaggert

 Verlängertes gemeinsames Frühstück der Anwohner an der vorübergehend verkehrsfreien B 294, hundert Meter unterhalb der Baustelle Ost. Foto: Nikolaus Bayer

 

Die Arbeiten für die Anschlagwand für die zwei  Rettungsstollen des zukünftigen Tunnels der Ortsumfahrung Winden im Elztal wurden durchgeführt (Felsabtrag, Fels- und Hangsicherung) und die Zufahrt zur Baustelleneinrichtungsfläche des Rettungsstollens West hergestellt (Abbruch der Gartenmauer, Herstellung der Zufahrt).

Wegen der Vollsperrung der B 294 bei Winden vom 10. bis 12. August kommt es zu Einschränkungen im Buslinienverkehr. Von Freitag, 10. August, ab 18 Uhr bis Sonntag, 12. August, 22 Uhr ist die B 294 bei Winden für den Verkehr, auch die Linienbusse, voll gesperrt. Die Haltestellen Bleibach-Schießbrückle, Ober- und Niederwinden werden dann vom Buslinienverkehr nicht bedient. Busse ab Freiburg oder Waldkirch in Richtung Elzach – auch die Nachtbusse – enden alle in Bleibach. Busse in Gegenrichtung beginnen dort. In Elzach verkehren nur die Linien von und nach Biederbach, Haslach, Prechtal und Yach. Ferner entfällt sonntags der Frühkurs der Linie 7274 um 6.48 Uhr ab Prechtal und abends die Fortsetzung des Spätkurses um 23.59 Uhr von Waldkirch nach Prechtal.

Das Gebäude gegenüber dem Rathaus in der Bahnhofstraße im Ortsteil Oberwinden wird derzeit geräumt und anschließend vollständig abgebrochen. Die ausführende Firma ist bemüht den Rückbau und Abbruch des Gebäudes so zügig als möglich durchzuführen und verkehrstechnische Behinderungen soweit es geht zu vermeiden.

Die eigentlichen Abrissarbeiten werden während der Vollsperrung der B 294 zwischen Oberwinden und Elzach über das Wochenende vom 10. bis 12. August 2018 stattfinden. Wegen der Umleitungsstrecke in Fahrrichtung Elzach durch die Hauptstraße, der Bahnhofstraße und über die Staude sowie der baustellenbedingt verengten Fahrbahn mit Ampelregelung muss mit Behinderungen und kurzfristigen Wartezeiten gerechnet werden.

Im Zuge des Neubaus der B 294 Ortsumfahrung Winden im Elztal muss die B 294 zwischen Oberwinden und Elzach in der Zeit von Freitag, 10 August 2018 (19:00 Uhr) bis Sonntag, 12. August 2018 (22:00 Uhr) voll gesperrt werden. In dieser Zeit werden Arbeiten für die Anschlagwand für den Rettungsstollen Ost des zukünftigen Tunnels der Ortsumfahrung Winden im Elztal durchgeführt (Felsabtrag, Fels- und Hangsicherung) und die Zufahrt zur Baustelleneinrichtungsfläche des Rettungsstollens West hergestellt (Abbruch der Gartenmauer, Herstellung der Zufahrt). Die Umleitungsstrecken werden eingerichtet.

So wird es hier am Wochenende aussehen: Auf der sonst viel befahrenen B294 zwischen Oberwinden und Elzach gibt’s mal keine Autos und keine Staus. Foto: Nikolaus Bayer