Liebe BI-Mitglieder und Bürger des oberen Elztales,

die Bauarbeiten und Planungen unserer Ortsumfahrung sind in vollem Gange (auch wenn im Moment witterungsbedingt die Arbeiten an den Brücken ruhen).

Unser BI-Ziel war nicht nur die Finanzierungsmittel für die Ortsumfahrung zu erhalten, sondern auch „die Förderung des Umweltschutzes durch die Verbesserung der allgemeinen Verkehrsbedingungen in Winden“. Hierzu zählt die gesamte Mobilität im Elztal und somit auch das Thema Elztalbahn. 

http://www.badische-zeitung.de/winden/der-verkehrsfluss-bleibt-erhalten

Die Grünfläche, auf der das Anschlussohr von Oberwinden-West gebaut wird; während der Bauzeit wird der Anschluss vom Gasthaus „Sonne“ (gelbes Gebäude) provisorisch über die Straße im Gewerbegebiet Frohnacker I (Vordergrund) weitergeführt. Foto: Bayer

Planung für den zweiten Bauabschnitt der Ortsumfahrung Winden / Fertigstellung bis 2023

BZ Bericht vom 2.12.2016

http://www.badische-zeitung.de/winden/ausblick-auf-den-tunnelbau

 

BI Pro Umfahrung Winden bleibt trotz erreichtem Ziel zusammen und begleitet weiter den Bau.

BZ-Bericht von Helmut Häringer: Genau ein Jahr nach dem Spatenstich zur Umgehung des Ortsteils Niederwinden veranstaltete die Bürgerinitiative (BI) Pro Umfahrung Winden ihre Jahreshauptversammlung in der Sonne in Oberwinden. Obwohl die Ziele der Bürgerinitiative schon erreicht sind, waren viele Mitglieder gekommen, vor allem um das Neueste von der Baustelle zu erfahren.

Die Vorsitzende der BI, Maritta Schmieder, konnte neben Bürgermeister Klaus Hämmerle den Referatsleiter im Regierungspräsidium Gerald Schmidt, Bauleiter Daniel Haberstroh und Straßenplaner Björn Michler begrüßen. Nach dem Beschluss im letzten Jahr, die BI nicht aufzulösen, sondern die Baumaßnahmen bis zum Abschluss zu begleiten, hatte Schriftführer Alfred Gehring weniger zu berichten als in den Vorjahren. Das freudigste Ereignis sei natürlich der Spatenstich mit Minister Alexander Dobrindt gewesen, aber auch eine Baustellenführung für die Kinder im Ferienprogramm war sehr interessant. Besuch gab es auch vom Fernsehen für die Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg". Bei einem Grillfest mit den am Bau der Umgehung beteiligten Mitarbeitern des Regierungspräsidiums wurde das gute Verhältnis vertieft. Referatsleiter Gerald Schmidt lobte die angenehme Atmosphäre der Zusammenarbeit mit Bürgern, Gemeinde und der Bürgerinitiative, das sei nicht überall so.

Der Bericht von Kassierer Stephan Brachmann war erfreulich. Auch nach der Beitragssenkung auf die Hälfte hat er noch genug Geld in der Kasse für die weitere Arbeit. Die BI hat immer noch 94 Mitglieder, trotz Baubeginn sind alle dabei geblieben. Gespannt warteten die Anwesenden auf den Bericht von Bauleiter Daniel Haberstroh. Nach dem Spatenstich sei es etwas ruhiger auf der Baustelle gewesen, aber in dieser Zeit liefen neben vorbereitenden Baumaßnahmen die europaweiten Ausschreibungen. Jeweils 100 Tage seinen notwendig zwischen Start der Ausschreibung und der Zuteilung. Inzwischen seien die Arbeiten an den beiden Bahnbrücken wie geplant verlaufen, auch bei der Rammersbrücke läuft alles wie vorgesehen. Haberstroh konnte auch mit einigen beeindruckenden Zahlen aufwarten: 320 Kubikmeter Beton seien für die beiden Widerlager der neuen Rammersbrücke notwendig, für die Brückenplatte selbst werden weitere 800 Kubikmeter gebraucht. Insgesamt wurden für die Baumaßnahmen der Ortsumgehung Niederwinden schon 3,5 Millionen Euro ausgegeben.
                                     Dipl.-Ing. (FH) Daniel Haberstroh, Bauleiter B 294 Winden im Elztal

Die beide Bahnbrücken in Niederwinden werden im kommenden Jahr neben der Bahnlinie gebaut. Wenn alles weiter so gut klappt, können sie in den Herbstferien 2017 in die Bahnlinie eingeschoben werden. Nach der Fertigstellung dieser Bahnbrücken erfolgt dann der eigentliche Straßenbau bis Ende 2018. Anfang 2019 soll dann die Umgehung Niederwinden für den Verkehr freigegeben werden.

Mit den Ergebnissen der Probebohrungen für den Tunnel in Oberwinden sei man zufrieden, derzeit laufen die detaillierten Tunnelplanungen. Aktuell ist vorgesehen, im dritten Quartal 2019 mit den Tunnelbauarbeiten in Oberwinden zu beginnen. Bis dahin müssen aber noch viele Ausschreibungen gemacht und Rechnungen bezahlt werden. Nach heutigem Stand wird die Ortsumfahrung Oberwinden im Jahr 2023 fertig sein. Dann soll es ein großes Fest für die ganze Gemeinde geben. "Wenn’s Geld der Bürgerinitiative dafür nicht reicht, dann zahlt die Gemeinde den Rest", versprach Bürgermeister Klaus Hämmerle. Die BI bedankte sich schon vorab mit kleinen trinkbaren Geschenken bei den Mitarbeitern des Regierungspräsidiums für die ausführlichen Erläuterungen. Mehr Informationen zum Bau der Ortsumgehung gibt es für alle Bürger bei der Einwohnerversammlung am Montag, 28. November, 19 Uhr in der Halle in Oberwinden.

 

BZ-Bericht vom 03.11.2016WINDEN (ban)

Bau der Hilfsbrücken in Niederwinden / S-Bahn fährt wieder ab 5. November / Nachtschichten.

 

          An Bauwerk 4: Die Hilfsbrücke hängt an den Ketten des Baukrans; links wird an den Auflagen, den Bohrpfählen, geschweißt. Rechts : Ingenieurin Bettina Melde, Deutsche Bahn AG, und Bauleiter Marc Weißgräber.

An der Elztäler Großbaustelle für die Ortsumfahrung B294 in Niederwinden geht es jetzt sichtbar voran. Termingerecht hat die Deutsche Bahn AG am 28. Oktober mit den Arbeiten an den beiden Bahnbrücken unterhalb und oberhalb des Windener Ortsteils, den Bauwerken 1 und 4, begonnen.

Der Bahndamm wurde an beiden Stellen durchbrochen. Mit großen Rammen wurden Bohrträger und -pfähle im Erdreich versenkt. Sie dienen als Auflagen, auf denen gerade die stählernen Hilfsbrücken verankert werden. Die Hilfsbrücken setzen sich jeweils aus vier Teilen zusammen, erläuterte Bettina Melde, verantwortliche Projektingenieurin der Deutschen Bahn. An den beiden Baustellen wird eine Woche lang in Tag- und Nachtschichten gearbeitet, um die nur kurze Sperrzeit des Bahnverkehrs auch einzuhalten. Dies wird gelingen, versichert Melde. Denn ab Samstag, 5. November, 5.30 Uhr, wird der Zugverkehr der Breisgau-S- Bahn ins obere Elztal wieder freigegeben.

Die Absenkung unter den Hilfsbrücken auf künftiges Fahrbahnniveau wird erst mit dem Bau der Widerlager und Mittelpfeiler beginnen. Durch die schräge Trassenführung werden die beiden Bahnbrücken eine lichte Weite von 65 (B1) beziehungsweise 75 Meter (B4) haben. An der Straßenbrücke über die Elz, Bauwerk 5, oberhalb von Niederwinden, werden gerade die Widerlager betoniert. Der Rohbau soll hier bis Jahresende fertig gestellt sein.